Gesundheitspraxis für Pferde
Gesundheitspraxis für Pferde

Für einen fitten Darm und stabilen Stoffwechsel

Bei vielen Pferden ist eine Darmsanierung und Stoffwechseloptimierung das A und O. Gerade die - leider immer mehr zunehmenden Krankheiten des Pferdes wie EMS, Pseudo-EMS, Cushing,  Pseudocushing, PSSM, KPU etc. sprechen oft gut auf eine (evtl auch begleitende) naturheilkundliche Behadlung an.

Die Symptome für einen überlasteten Stoffwechsel sind sehr vielfältig. Je nach Schwachstelle des Pferdes...

 

Die meisten der sog. Zivilisationsktankheiten beruhen auf Haltungs- und Fütterungsfehlern. Da häufig sehr lange nicht erkannt werden, sind die Gründe für vorliegende  Probleme oft schwer zu finden. Häufig hört man dann: " Das kann es nicht sein, wir füttern schon seit xxx Jahren/Monaten xxx und erst jetzt hat er z.B. Hufrehe, Kotwasser, Sommerekzem etc. und die anderen Pferde im Stall bekommen xxx ja auch!" So einfach ist es aber - leider - nicht.

 

Die Gründe liegen in den komplexen Zusammenhängen. Im Folgenden ist (ein sehr vereinfachter) Zyklus zur Entstehung von Stoffwechselproblemen dargestellt:

 

  • Zu Beginn steht meistens eine Überlastung des Darms. Die Darmflora verschiebt sich und Fehlgärungen entstehen. Leider bemerkt an das u.U. über einen sehr langen Zeitraum garnicht. Das Pferd muß noch keine deutlichen Krankheitsanzeichen wie Kotwasser, Koliken o.ä. entwickeln. Hier ist oft der Beginn einer KPU.

 

  • Als nächstes kommt die Leber mit der Verarbeitung von Zucker, Protein und den Toxinen aus den Darmfehlgärungen nicht mehr zurecht. Sie ist schlichtweg überlastet, die Entgiftungsfunktion ist eingeschränkt. Ein Mangel an B6, Zink, Selen und Schwefel entsteht, manche Pferde beginnen massiv Flüssigkeit an charakteristischen Stellen einzulagern. Oft leider als "Gewichtszunahme=Fett" missinterpetiert. Zu diesem Zeitpunkt können die Leberwerte im Blutbild noch vollkommen normal sein. Erst wenn bereits größere Teile der Leber nicht mehr arbeiten, finden sich im Blutbild erhöhte Leberwerte! Darum ist es besonders wichtig auf Leberfrühmarker zu achten. Leider ist das Blutbild hier wenig aussagekräftig. Nur Einzelne Parameter wie z.B. Zink und Selen können als Indizien zusätzlich bei der Diagnostik berücksichtigt werden. Entgiftungskuren können sogar zu einer Verschlechterung der SItuation führen, da die Leber ja ohnehin bereits überlastet ist und mit der Verstoffwechselung nicht mehr nachkommt.

 

  • In der Folge werden die Nieren (zusätzlich zu z.B: oft im Futter im Überschuß vorhandenen Eiweiß) mit Zucker, Harnstoff und Toxinen überlastet. Das Pferd muß seine "Hilfsnieren" Haut und Hufe bemühen. 

 

Je nach dem, wo das jeweilige Pferd seine Schwachstelle hat, entstehen unterschiedliche Krankheiten! Diese sind aber eigentlich nur Symptome für eine zugrundeliegende Stoffwechselüberlastung! Diese können von Pferd zu Pferd komplett verschieden sein. und reichen von Kotwasser über Hufrehe bis hin zu Sommerekzem, muskulären Verspannungen, chron. Husten oder den "Klassikern" (Pseudo) EMS, KPU, PSSM, (Pseudo)Cushing. Doch bereits vor dem Ausbilden dieser massiven Folgen gibt es Frühmarker, die auf eine Überlastung des jeweiligen Organsystems hindeuten.

Diese sind u.a.:

  • mattes struppiges oder stumpfes Fell
  • Probleme beim Fellwechsel, dünnes Winterfell,
  • einzelne Haare die aus dem Fell herausstehen sog. "Hungerhaare"
  • Stichelhaare
  • Veränderungen in der Pigmentierung (z.B. Rappen mit braunen Haaren)
  • Neigung zu allg. Hautproblemen, Pilzen, Parasiten wie z.B. Haarlinge
  • allg. Juckreiz, Sommerekzem
  • Wassereinlagerungen, dicke Beine, dicker "praller" Halskamm, Polster ähnlich  einer Schabracke
  • blauer Schimmer auf den Augen
  • Fühligkeit, Neigung zu Hufgeschwüren, Hufabszessen, Strahlfäule, Mauke
  • Aufgewölbte Nierenregion
  • "Auffressen" von Salzlecksteinen
  • nicht unfallbedingte Sehnenschäden
  • Leistungsabfall, schlechter Konditionsaufbau
  • "krätziges" Verhalten
  • häufig verspannte Muskeln, Rittigkeitsprobleme
  • ...

Natürlich ist nicht jedes Pferd, das sich mal schubbert oder mal schlechte Laune hat gleich ein Stoffwechselkandidat. Zudem weißen unterschiedliche Frühmarker auch auf unterschiedliche Schwachstellen hin. Daher muß hier sehr genau hingeschaut und auch das Umfeld mit in die Überlegung mit einbezogen werden.

 

Achtung: Bitte keine Ausleitungen bzw. Stoffwechselkuren auf eigene Faust bei akuten Problemen! Das kann gefährlich werden ! 

 

Die Darmsanierung mit anschließender Stoffwechselsanierung ist die Basis für jede Therapie. Je nach Grad der bereits eingetretenen Schädigung kann es Monate bis Jahre dauern bis der Zustand wieder stabil ist. Oft müssen auch die akuten Schwachstellen extra unterstützt werden, z.B. bei massivem Kotwasser, akuten Reheschüben. Zu Beginn sollte immer ein KPU-Test  (Urintest) stehen. Wenn das Pferd bereits eine Kryptopyrrolurie entwickelt hat muss unbedingt zuerst die Störung der Darmflora behoben werden! Erst dann kann sich der Stoffwechsel wieder normalisieren. Hier ist ein auf das jeweilige Pferd abgestimmtes Vorgehen und Geduld besonders wichtig.

 

Das Gute:Pferde mit stabilem Stoffwechsel sind rittig, entspannter, billig im Unterhalt, kommen mit hochwertigem Heu, Mineralfutter, Salz und - falls wirklich notwendig - einer leistungsangepassten Kraftfuttergabe aus Hafer oder Gerste hervorragend über die Runden und gesund! .Allerdings kann es Monate oder Jahre dauern dieses Ziel zu erreichen. Rückschläge kennt nahezu jeder Besitzer eines "Stoffwechselpferdes". Geduld und ein langer Atem sind angesagt. Aber es lohnt sich.

 

Gerne arbeite ich mit Ihnen zusammen daran, den Darm Ihres Pferdes wieder fit, den Stoffwechsel stabil und Ihr Pferd wieder ins Laufen zu bekommen. Für ein gesundes Pferd und (wieder) Freude am Reiten.

 

Meistens sind dazu mehrere Einzelsitzungen notwendig. In diesen wird das jeweils geeignete Vorgehen, ggf. mit entsprechend geeigneten Kräutern oder anderen naturheilkundlichen Ergänzungen abgesprochen. Während dieser Zeit ist es sehr wichtig, das Sie ein Auge auf Ihr Pferd haben um mir jede Veränderung miteilen zu können. Zu Beginn steht auch unbedingt ein Test auf KPU. Die Abstände zwischen den Terminen werden mit der Zeit immer größer, oft genügt dazwischen auch der Kontakt via Telefon. Bei akuten Zwischenfällen sind allerdings meistens Besuche nötig und können auch kurzfristig vereinbart werden.

 

Selbstverständlich arbeite ich gerne mit Ihrem Tierarzt, Hufschmied/Hufpfleger, Osteopathen, Physiotherapeuten etc. zusammen 

 

Melden Sie sich einfach unverbindlich bei mir. Ich nehme mir gerne Zeit für Sie und Ihr Pferd.

 

 

Kontakt

Gesundheitspraxis für Pferde

Stefanie Tiebe-Fett, MBA

Am Michelsberg 9

91207 Lauf a.d.Pegnitz

 

Telefon

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